Montag, 30. September 2013

Als weißer Tourist in Indien

Nach mittlerweile zwei Wochen in Indien wollen wir euch einen kleinen Einblick geben, wie man sich als weißer Tourist so fühlt. Das "weiß" ist deshalb nicht uninteressant, weil in allen bisher besuchten Sehenswürdigkeiten wesentlich mehr indische als westliche Touristen unterwegs waren. Von den indischen Touristen sind ca. 90% männlich, hin und wieder sieht man Paare, Familien oder Mädchenschulklassen. Was einem auch sehr schnell klar wird: Inder, insbesondere die Männer, sind absolut fotoverrückt. Viele nehmen ihr Samsung Galaxy Handy erst gar nicht runter und rasen mit Finger am Abzug durch die Paläste, Forts, etc. Die Gruppen lichten sich vor sämtlichen Wänden in saumäßig coolen Posen (Ironie) ab. Noch interessanter als Gruppenfotos von sich selbst und vor allem als die tatsächlichen Sehenswürdigkeiten, ist es jedoch nicht-indische Touristen zu fotografieren. Manche versuchen das gaaaanz unauffällig, andere fragen vorher, wieder andere stellen sich einfach vor einen hin und klicken munter drauf los. Sehr beliebt ist auch die Kombination aus Handy-oben-lassen-weil-ich-ja-eh-alles-fotografiere und Touristen zu fotografieren. Natürlich sind Frauen ein beliebteres Ziel als Männer, aber wenn es nicht anders geht ist auch ein Mann gut genug.
Wer weder Fotohandy noch Kamera hat oder darauf hingewiesen wurde, dass wir für Fotoshootings nicht zur Verfügung stehen, begnügt sich manchmal auch mit Anstarren (wie oldschool...).
Manchmal ist es ganz süß, wenn Kinder kommen und ein Bild mit einem möchten, aber bei den üblichen Männergruppen befremdet uns das Ganze doch ein wenig. 

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